Auch wenn es in Polen keine Blauwale und
Korallenriffe zu bestaunen gibt, ist dieser östliche Nachbar ein
sehr interessantes Reiseziel für Taucher. Die Ostsee birgt zum Beispiel
noch jede Mende Schätze für Wracktaucher.
Deshalb zählt auch das Wracktauchen zu den größten Unterwasser-Attraktionen
Polens.
Regelmäßig bringen Tauchboote die unternehmungslustigen Abenteurer
zu den besten Plätzen der Bucht von Danzig und der vor der Halbinsel
Hel.
An diesen obengenannten Orten versanken im 16. und 17 Jahrhundert mehrere
polnische, schwedische, aber auch dänische Kriegsschiffe auf dem
Meeresgrund und sind bis heute ungeborgen.
Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs versanken dort auch das polnische Kriegsschiff
"Gryf", das U-boot "Wicher" und das deutsche Passagierschiff
"Wilhelm Gustloff"
Da manche Wracks nur in einer Tiefe von
nur vier bis zehn Metern liegen, stellen diese auch ein prima Ziel für
Anfänger da. Herausforderungen für erfahrene Taucher sind natürlich
auch vorhanden: Diese gehen nämlich in 40 bis 60 Metern Tiefe auf
Erkundungsreise.
Die beste Zeit für das Wracktauchen ist jeweils der Beginn des Frühlings
und des Herbstes, weil dann die See ruhig und die Sicht am Klarsten ist.
Auf dem 20 Meter tiefen Grund des
Jaworno Szczakowa bei Bielsko-Biala/Bielitz in Oberschlesien findet
man zwar keine Schiffswracke, jedoch alte Bagger und Baumaschinen.
Zu der Zeit, als der dortige Steinbruch vor Jahren aufgegeben wurde,
entschied man sich die benutzten Arbeitsmaschinen einfach stehen
und liegen zu lassen.Schon
bald wurden sie von den hoch drängenden Grundwassern umspült
und auf eine Bergung wurde verzichtet.
Gerade diesem Umstand und dem, dass
das Wasser an diesem Ort
so besonders klar ist, hat der Baggersee seinen Status als beliebtes
Ziel von Unterwasser-Fotographen zu verdanken.
Diashow
dank Fotos von
Agata Muszalski
Als Geheimtipp
empfiehlt es sich auch die vielen Baggerseen um Krakau und Oberschlesien
zu besuchen. Hier kann ruhig das ganze Jahr über getaucht werden.
Polen bietet aber auch für Eistaucher die passenden Möglichkeiten.
Vom Dezember bis zum März ist jedoch die beste Zeit um das zu
bewerkstelligen, weil dann die Seen bei Suwalki, im äußersten
Nordosten
des Landes, unter einer sehr dicken Eisschicht verborgen sind.
Wer sich in besonderen Tiefen wohl fühlt, ist am Hancza-See bei
Suwalki am besten aufgehoben. Dort beträgt die Tiefe ca. 108
Meter.
Die von mir
bevorzugten Seengebiete der Pommerschen Seenplatte sind besonders
für Anfänger zu empfehlen. Der Tauchurlaub lässt sich
hier mit anderen sportlichen Aktivitäten wie Rudern, Segeln,
Surfen, Angeln oder Radfahren verknüpfen. Bei Bedarf kann man
auch Reitunterricht nehmen oder sich zurücklehnen und die traumhafte
Landschaft genießen.
Auf
der Nord-Westlichen Seite Polens befinden sich über 600 Seen,
die so genannte Pommersche Seenplatte. Diese sind nach der letzten
Eiszeit enstanden. Viele Seen haben eine Oberfläche von über
100 ha, und die relative Tiefe der flachen Seen beträgt durchschnittlich
ca.20 Meter. Jedoch befinden sich unter diesen auch einige Ausnahmen,
wie zum Beispiel der Dramburger See (Drawsko See). Hier erreicht die
Tiefe über 80 Meter.
In diesen Gewässern leben sehr viele Gattungen von Fischen und
Vögeln und sie offenbaren eine wunderschöne Landschaft.
Man kann sehr viele Attraktionen wie z.B. den Unterwasser Wald (Czarnoglowy
See), die Torpedoanlage, das Torpedoboot (Miedwie See) und Maschinen
und Waffen im Bielen See finden.
Unsere Ausflüge können wir auch mit Ausbildungen zusammen
verbinden. Das hilft Ihnen Ihre Taucher Qualifikation zu erweitern
und das auch noch in einer schönen nicht zu vergleichbaren Umgebung.
Bei Fragen über Ausflüge und Termine richten Sie sich jederzeit
an uns.
Miedwie
See
Der
Miedwie See ist auch nach der Eiszeit entstanden und hat eine Oberfläche
von ca. 3.500 ha und die Länge beträgt 15km Länge. Die
Wassertiefe beträgt ca. 40 Meter.
Im Frühling und im Herbst erreicht die Sichtweite um die 7m, im
Sommer sinkt sie selten unter 4 Meter. Im See leben Hechte, Barsche,
Aale und Schleien, wenn man ein bißchen Glück hat, kann man
auch Welse treffen.
Die größte Tauchattraktion dieses Sees ist die 30 Meter vom
Ufer entfernte Torpedoanlage. In Kriegszeiten befand sich in der Nähe
des Sees ein Torpedowerk und die neue Konstruktionen von akustischen
Torpedos wurden im See getestet.
Die Torpedoanlage wurde für Abschusstests gebaut und als Ziel galten
akustische Bojen, welche im südlichen Teil des Sees verteilt worden
sind. Bei einer Entfernung von 50m Richtung Norden, bei 17 Meter Tiefe
liegt auf schlammigem Untergrund ein Wrack eines deutschen Torpedoboots.
Dies wurde benutzt um abgeschossene Torpedos zu suchen, diese zu transportieren
und zu bergen. Es hat die Länge von 25 m und an vielen Stellen
ist es mit Fischernetzen bedeckt was ein sehr großer hindernis
für unerfahrene Taucher darstellt. Vom Heck aus führt eine
schmale Tür in den Aufenthaltsraum der Besatzung, ein wenig höher
liegt der vordere Raum mit der Brücke. Von der Steuerbordseite
aus gelangt man über einen kleinen Eingang in den Maschinenraum,
in dem niedrigen Raum kann man auf der Backbordseite neben den Batterien
auch die Lenzpumpe besichtigen.Die Besatzung der deutsche Marine musste
das Schiff am Ende des Krieges selbst versenkt zu haben, weil man keinerlei
Spuren eines Kampfes findet. Und daraus ist jetzt ein sehr interessanter
Tauchplatz entstanden.
Drawsko
See (Dramburger See)
Dramburger See (Drawsko See) liegt im Zentrum der pommerschen
Seenplatte und bildet mit den umliegenden Gewässern eine
eigenständige Dramburger Seenplatte (Pojezierze Drawskie)
und einen wunderschönen, durch verschiedene Tiere reichlich
bewohnten, Landschaftspark. Im Südosten des Sees liegt der
Gemeindeort Templerburg (Czaplinek). Drawsko See ist nicht zu
verfehlen, denn über mehrere Kilometer der Fernstraße
zwischen Czaplinek und Polczyn-Zdroj zieht sich der 1872ha große
See, der mit 83 Meter Tiefe auf der südlichen Seite,den zweiten
Platz unter den polnischenBinnengewässern belegt.
Mehrere Abzweigungen und mehrere Inseln, mit der größten
(Insel Bielawa mit 90 ha) im nördlichen Teil des Sees ermöglichen
ein sehr breites Wassersportangebot, nicht nur für den Taucher.
Die wunderschöne Gegend zieht wie ein Magnet die Touristen
auf die Seenplatte Drawsko. Während der Saison müssen
die Tauchplätze ausgewiesen werden, wegen der vielen Segelbote,
dem Windsurfing und den Wasserscootern.
Zusätzlich zur große Tiefe des Drawsko Sees, wird dem
Taucher auch die sehr seltene Möglichkeit geboten Riesenkrebse
und Krabben zu beobachten. Prähistorische Karpfen, Riesige
Hechte, Welsen und und und ... ein unglaublich großes Angebot
an Fischen!
Insko
See
Insko
See ist mit einer Oberfläche von 487 ha, und der max. Tiefe
von 41 Meter ein Paradies für Taucher. Aber auch nicht nur
für Taucher. Eine Besonderheit ist das sehr saubere Wasser,
welches zur 1. Klasse angerechnet wird. Gute Sichtweiten zwischen
8-10 Meter im Frühjahr und Herbst erlauben den Anhängern
der Unterwasser Fotografie die optimalen Bedinungen, um etwas
zu erleben, was ist nicht mehr so oft in unseren Gewässern
zu sehen ist. Der See ist reichlich bepflanzt und die Begegnung
mit bis 1,50 m großen Hechten ist keine Seltenheit. Es gibt
massenweise Aale und die übrigen Fischarten können sich
sehen lassen! Am einfachsten sind sie nördlich von der Insel
Soltyski in Umgebung von großen Findlingen anzutreffen.
Im Sommer ist das Ufer von zahlreichen Touristen und Anglern belagert.